Freiwilligendienst in der Behindertenhilfe

Nikolas, 19 Jahre, Haus St. Franziskus Konstanz

 

Nach meinem Abitur entschied ich mich dazu, einen Freiwilligendienst zu leisten, um nach langen Jahren des Lernens endlich mal etwas Praktisches zu tun und neue Erfahrungen zu sammeln.

Durch die Caritas wurde ich auf das Haus St. Franziskus in Konstanz aufmerksam. Dieses bietet Menschen mit geistiger sowie körperlicher Behinderung ein Zuhause. Dabei werden sie in verschiedenen Wohngruppen in ihrem Alltag von Betreuern begleitet und unterstützt. Während meines FSJ arbeitete ich durchgehend auf einer Wohngruppe. Mein Tätigkeitsfeld stellte sich dabei sehr interessant und abwechslungsreich dar. Den Großteil meiner Arbeit verbrachte ich mit der Beschäftigung, Unterhaltung und Pflege der Bewohner. So gestaltete ich nicht nur deren Alltag mit, sondern leistete auch Hilfe bei der Körperpflege.
Des Weiteren kümmerte ich mich um verschiedenste haushaltswirtschaftliche Tätigkeiten. Jeder Tag war unterschiedlich und ich musste mich stets auf neue Herausforderungen einstellen. Am meisten faszinierte mich, dass ich von allen Bewohnern stets etwas zurückbekam, vom kleinen Lächeln bis hin zur herzlichen Umarmung.

Begleitend zu meiner Arbeit in der Einsatzstelle, wurden von der Caritas Seminare angeboten, welche immer sehr abwechslungsreich gestaltet waren. Besonders den Austausch mit anderen Freiwilligen fand ich sehr interessant. Dieser ermöglichte es mir auch, einige neue Freundschaften zu schließen.

Rückblickend kann ich behaupten, dass mein Freiwilligendienst meine Zukunft stark geprägt hat. Ich wurde viel selbstbewusster und selbstständiger. Vor allem aber hat sich durch mein FSJ mein Berufswunsch geändert. Anstelle eines Lehramtsstudiums werde ich im Haus St. Franziskus eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger beginnen.

Ich kann nur jedem empfehlen, einen Freiwilligendienst zu leisten. Man entwickelt sich persönlich stark weiter und ist sich im Idealfall auch sicherer, was man in Zukunft genau machen möchte.