Freiwilligendienst in der Schülerbetreuung

Tabea, 20 Jahre Deutenberg-Werkrealschule

 

Meine Entscheidung für ein FSJ und die Motivation dafür entstammt dem Wunsch, einmal etwas für meine Mitmenschen zu tun. Anderen helfen, sie zu unterstützen, für sie da zu sein. Für mich persönlich sollte das FSJ auch zur Orientierung für meine weitere Ausbildung und mein Berufsleben dienen.

An der Deutenberg-Werkrealschule durfte ich Schüler(innen) im Alter von 11 bis 16 Jahre betreuen. Eine meiner Aufgaben bestand darin, einzelne Schüler im Unterricht zu begleiten und sie beim Lernen zu unterstützen. Bei sehr lernschwachen Schülern und VK-Schülern (VK-Schüler sind Flüchtlingskinder die Deutsch, Mathe und Englisch lernen) konnte ich durch Einzelförderung Wissen vermitteln.

In der Zeit, in der ich nicht im Unterricht war konnte ich kleinere Dienste im „Auszeitraum“ erledigen. Dazu gehörte u.a. die Bearbeitung des Rückkehrplanes zusammen mit den „Störenfrieden“, die vom Unterricht ausgeschlossen wurden.

Ein absolutes Highlight in meiner täglichen Arbeit war aber die Einzelförderung. Ich hatte großen Spaß dabei, die Kinder beim Lernen anzuleiten. Eine richtig große Herausforderung war für mich das Thema Konfliktlösung. Wie geht man es zusammen mit den Schülern an, die alltäglichen kleinen und großen Auseinandersetzungen zu lösen. Oft war es eben mit reden und sich entschuldigen nicht getan. Hier waren immer wieder auch tiefer gehende Gespräche nötig.

Die zu dem FSJ gehörenden Seminare habe ich sehr gerne besucht. Die Themen und Aufgaben waren immer aktuell und damit sehr interessant. Für meine persönliche Entwicklung möchte ich diese Tage nicht missen. So hat das gesamte FSJ mein Selbstbewusstsein nachträglich gestärkt. Ich bin in vielen Entscheidungen sicherer geworden. Diese Erfahrungen haben mich auch nachhaltig bei meiner Berufswahl – ein Lehramts-Studium - bestärkt.

Abschließend kann ich mit absoluter Sicherheit sagen, ich würde es genauso wieder machen! In meinem FSJ konnte ich viele tolle Erfahrungen machen. Mit meiner Einsatzstelle hätte ich es nicht besser treffen können. Ein Jahr, in dem kein Tag vergebens war, keine Stunde sinnlos vertan.